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Bei meinem Training für 70 und 90 Meter habe ich festgestellt, dass ich nicht mehr sauber im Anker stand und dadurch einige Schüsse nicht wirklich zufriedenstellend ausgefallen sind.

Auf meiner Suche nach einer besseren Technik bin ich auf dieses Video gestoßen. Es ist auf Englisch, aber ich habe mir die Arbeit gemacht, den Text zu übersetzten.

PerformanceArchery | Episode 17 Peep Sight

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Performance ArcheryIch möchte hier mal das Peep-Sight, die Peep-Sight-Höhe und Peep-Rotation genauer betrachten.
Die Peep-Sight-Höhe ist maßgeblich daran beteiligt richtig mit dem Compound-Bogen zu schießen. Zunächst wollen wir uns einen der größten Fehler ansehen, den man machen kann. In früheren Episoden haben wir darüber gesprochen, wie die Auszuglänge richtig gewählt wird, wie der Ankerpunkt richtig gesetzt wird, der Kopf wird leicht nach vorne geneigt – und dass ist eine konsistente und absolut wiederholbare Position.

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Wenn ich genau das tue und meine Augen schließe, dann erwarte ich, wenn ich meine Augen öffne, dass das Peep-Sight direkt vor meinem Auge steht, die Rotation richtig ist (das Besprechen wir in ein paar Minuten) und ich erwarte, dass sich das Scope genau in der Mitte von meinem Peep befindet.

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Komischerweise sind viele Schützen bereit diese Position – die Anker-Position – zu ändern, um durch das Peep-Sight hindurchsehen zu können. Dies (der Anker) ist die Grundlage dessen was du tun willst – diese feste Position, die alles an Ort und Stelle hält – sie sind bereit diese Position aufzugeben nur um durch das Peep-Sight sehen zu können, obwohl es sich so einfach bewegen lässt.

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Nachdem du die Auszuglänge richtig eingestellt hast wirst du immer ein bisschen Zeit damit verbringen, den Bogen auszuziehen, deine Augen zu schließen, deine Augen wieder zu öffnen und das Peep zu bewegen, bis du “genau drauf” bist. Aber was ist “genau drauf”? Ich möchte, dass das Scope im Peep absolut zentriert ist. Gleich reden wir darüber, welche Probleme das beim FITA schießen mit unterschiedlichen Entfernungen bedeutet. Ich möchte ein Peep-Sight, das klein genug ist dass ich geradeso um mein Scope herumsehen kann. Und das ist der Grund, warum du so viele Scopes siehst, die auf der Außenseite mit grellen Farben bemalt sind. Ich habe kein Interesse daran, was das Peep-Sight tun könnte um die Linse klarer zu machen. Ich könnte eine bessere Linse kaufen – Ich könnte eine andere Vergrößerung verwenden. Ich habe kein Interesse daran hier eine Linse einzusetzen, die das Bild klarer macht – keine Linse im Peep-Sight. Mein Peep-Sight bringt mich in die Lage, das Scope genau dort zu zentrieren, wo ich es haben möchte.

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Die einzige Entschuldigung die ich für Linsen im Peep-Sight zulasse ist für Schützen mit Augenproblemen, die einfach ein größeres Scope benötigen um mehr Licht in ihr Auge zu bekommen. Das ist ein Ausnahmefall.

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Eine Menge dieser kleinen Peep-Sights sind wirklich klein und gerade Anfänger und Gelegenheitsschützen mögen sie nicht. Diese wirklich kleinen Peep-Sight-Löcher – das ist die richtige Größe. Wenn du dir gute Compound-Schützen ansiehst, wirst du sehr kleine Peep-Sights bei ihnen sehen. Sie sind nur daran interessiert das Scope hier drin (im Peep-Sight) zu zentrieren.

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Warum ist das so wichtig? Das ist extrem wichtig – wenn du deinen Kopf ein bisschen bewegst wirst du hoch oder tief schießen. Was du möchtest ist das das hier (das Scope) genau zentriert ist. Wenn du draußen deine weiten Entfernungen schießt… Das Sight hier ist für 18 Meter eingestellt und das ist ein schneller Bogen – Und ich bin irgendwo hier unten, wenn ich 90 Meter schieße. Was das bedeutet ist, wenn ich diesen Bogen ausziehe mit dem Peep-Sight hier, meine Augen schließe, ankere und meine Augen öffne und das Scope auf 90 Meter eingestellt ist, dann sehe ich die Wasserwaage nicht.

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Ich könnte jetzt tricksen – Ich könnte meinen Kopf bewegen, aber das wäre inkonsistent. Also bewege ich mein Peep-Sight tiefer, wenn ich ins Freie gehe – aber dann ist es bei 30 Metern falsch. In Europa ist es völlig normal, das Peep-Sight zu bewegen, wenn es zur dritten Entfernung geht – normalerweise 50 Meter. Wir reden hier nur von einer kleinen Bewegung – ungefähr die Hälfte der Größe des Peep-Sights. In England ist das nicht sehr beliebt, da werden die Leute immer leicht hysterisch. Das macht Sight-Tapes (von Archery Advantage und so) unbrauchbar. Was wir hier machen ist, wir suchen uns eine Position für das Peep-Sight und schießen damit den ganzen Tag.

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30 Meter sind einfach. Ein großes Ziel, 10-er schießen, kein Problem. Wir brauchen uns bei 30 Metern keine Gedanken darum zu machen, den Kopf in einer straffen Ankerposition zu haben. Wir schaffen es trotzdem 357, 358 zu schießen. 90 Meter – wenn wir da die Wasserwaage nicht sehen können, wird es für uns schlecht ausgehen. Also stellen wir das Peep-Sight tiefer ein, da das Scope tiefer auf dem Visierschlitten sitzt. Und wir können angenehm die 90 und 70 Meter schießen. Keine Kompromisse wie das Peep zentriert – kleine Änderungen haben auf so langen Entfernungen deutlich größere Auswirkungen als kleine Änderungen auf 30 Metern haben. Auf 30 Meter ist das Ziel so groß, dass es uns schon schwer fällt aus der Zehn rauszukommen. Also mach das, was wir gesagt haben: Zieh den Bogen aus, mit geschlossenen Augen, wenn du die 90 Meter Marke eingestellt hast.

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Es wird kleine Auswirkungen auf deine Visiereinstellungen haben. Wenn Du das Peep nach oben verschiebst, gehen die Pfeile etwas höher. Schiebst du es nach unten, gehen die Pfeile etwas tiefer – aber niemals gravierend viel. Du solltest also bei 70/90 Metern so bequem wie möglich schießen.

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Zum Schluss: Peep-Sight-Rotation. Vor 10 Jahren hast du überall ein Stück Schnur oder Gummiband gesehen, dass vom Peep-Sight zu einem Wurfarm gelaufen ist und das Peep herumgezogen hat. Ähnlicher Weise kannst du mit einer Menge Leuten reden, die – wenn ein Peep auf einer neuen Sehne nicht ordentlich gedreht hat – versucht haben einzelne Stränge umzulegen – eine Menge Sehnen werden auf diese Art geschrottet. Chris Destin hat in meinem Interview mit ihm gesagt, ob ein Peep-Sight gerade sitzt hängt davon ab wie gut die Sehne verarbeitet wurde. Es hat was mit Vorstreckung zu tun, nicht damit ob sie ein-, zwei- drei oder mehrfarbig ist. Also – wie bewegst du das Peep-Sight wenn es nicht gerade sitzt? In Notfällen ist es immer gut sich daran zu erinnern, dass du das Peep-Sight dadurch drehen kannst, dass due das Nock-Loop etwas drehst. Das ist keine Langzeitlösung aber es heißt, dass du nicht mitten in einem Wettkampf abbrechen musst. Wie mache ich dass: Ich gehe heim, setzte mein Nock-Loop auf die richtige Länge, richte alles richtig ein und ziehe den Bogen aus. Und wenn das Peep nicht sauber vor meinem Auge steht, dann packe ich den Bogen in die Bogenpresse und bringe eine Umdrehung in die Sehne. Dann ziehe ich wieder aus – es braucht niemals mehr als 4 Umdrehungen; und das ändert noch nicht die Auszuglänge. Vier Umdrehungen hier – sollte es die Auszuglänge ändern, kannst du das mit den Kabeln ausgleichen, wenn du willst. Die einzige Art wie das funktioniert ist, indem du die Sehne dann wieder einschießt – heutzutage reichen 25 bis 30 Schuss – sieh dir die Peep-Position an und mache nur eine Umdrehung in der Presse. Einzelne Stränge umzulegen funktioniert zwar auch, aber die meisten Leute beschädigen dabei die Sehne und du wirst eine Menge beschädigter Stränge in der Nähe vom Peep-Sight sehen.

00:07:33

Ich hoffe du hast erkannt (a) wie wichtig es ist, dass das Peep gerade rumkommt und genau hier zentriert und (b) du niemals deine Ankerposition verlässt nur um durch das Peep sehen zu können – du brauchst nur das Peep zu verschieben.

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