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Die Auswahl des richtigen Peep-Sights ist gar nicht so einfach. Der Markt bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Hersteller, Produkte und Größen an.

In diesem Artikel gebe ich ein paar Empfehlungen zum richtigen Peep-Sight.

Peep-Sight

Peep-Sight

Die richtige Peep-Sight Größe

Eines der am weitesten verbreiteten Peep-Sights ist das TruPeep von Fletcher-Archery. Zur Vereinfachung der unterschiedlichen Größen verwende ich hier nicht die Zollangaben, sondern die gleichen Bezeichnungen wie TruPeep: Micro, Small, Large, Mini Hunter, Hunter, Super Hunter und Max Hunter.

Abhängig vom Bogen und dem Einsatzzweck sind für die meisten Schützen – vor allem im Target-Bereich – die Peeps mit den Größen Small bis Hunter sinnvoll.

Steht das Peep bei einem Bogen mit kurzem Achsabstand und steilem Sehnenwinkel weiter vom Auge entfernt, so sollte ein Hunter oder Mini Hunter Peep verwendet werden. Bei großen Bögen und einem flacheren Sehnenwinkel ist das Large oder das Small Peep die bessere Wahl.

Auswahl des richtigen Peep-Sights

Welches Peep-Sight, bzw. welchen Durchmesser ein Schütze verwenden möchte hängt aber auch noch von anderen Faktoren ab: die Größe des Scopes, die Länge des Visierauslegers und somit die Entfernung des Scopes zum Peep, die eingesetzte Scope-Linse und die Bedingungen unter denen geschossen werden soll.

Es ist sehr wichtig, dass der Schütze beim Zielvorgang das Scope-Gehäuse im Peep sauber zentrieren kann. Daher sieht man es auch häufig, dass der äußere Rand des Scope-Gehäuses möglichst auffällig und kontrastreich markiert ist. Wird ein zu kleines Peep verwendet, so kann der Schütze den äußeren Rand des Scopes nicht mehr sehen. Wird ein zu großes Peep verwendet, so ist der Bereich außen um das Scope zu groß und das Scope beginnt im Peep zu schwimmen und darunter leidet am Ende die Präzision.

Wird ein Scope mit großem Durchmesser verwendet, so muss auch ein entsprechend großes Peep gewählt werden oder das Scope muss mit dem Visierausleger weiter vom Auge entfernt werden (dadurch erscheint es dann wieder kleiner; die Vergrößerung der Linse nimmt aber zu).

Auch die eingesetzte Linse hat Einflüsse auf die Wahl des richtigen Peeps: eine Linse mit starker Vergrößerung stellt das Bild verschwommener dar als eine Linse mit einer niedrigen Vergrößerung. Mit einem kleineren Peep-Sight kann das Licht das durch die Linse kommt besser gebündelt werden und das Bild wird wieder etwas klarer.

Wahrnehmung zwischen Scope und Peep

In den folgenden Bildern möchte ich veranschaulichen, welche Einflüsse das Peep-Sight auf die Wahrnehmung und den Zielvorgang hat.

Optimale Größe

Scope und Peep sind optimal abgestimmt

Scope und Peep sind optimal abgestimmt

Es ist optimal, wenn das Scope-Gehäuse im Peep-Sight einfach zentriert werden kann.

Beim Zielvorgang können die Kreise unbewusst konzentrisch ausgerichtet werden.

Peep-Sight zu klein

Peep zu klein: Scope-Gehäuse abgedeckt

Ein zu kleines Peep-Sight deckt das Scope-Gehäuse ab.

Ein zu kleines Peep-Sight deckt das Scope-Gehäuse ab.

Es ist schwierig zu erkennen ob das Scope und der Zielpunkt im Peep zentriert ist. Es kommt unbewusst immer wieder zu Korrekturbewegungen sobald ein Teil des Scope-Gehäuses sichtbar wird.

Peep-Sight zu groß

Peep-Sight zu groß: Lichtspalt zu groß

Ein zu großes Peep lässt einen zu großen Lichtspalt zwischen Peep und Scope-Gehäuse.

Ein zu großes Peep-Sight lässt einen zu großen Spalt zwischen Peep und Scope-Gehäuse.

Beim Zielen verliert man die Wahrnehmung für das Peep und konzentriert sich nur noch auf das Scope-Gehäuse. Es kommt zu keiner unterbewussten Zentrierung des Scope-Gehäuses im Peep-Sight.

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