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Begriffe beim Bogenschießen

Beim Bogenschießen gibt es eine Menge von Begriffen und Ausdrücken.
Auf dieser Seite möchte ich eine Übersicht über die häufigsten Fachbegriffe oder Bezeichnungen Rund um den Bogensport erläutern.

Glossar

A

Ankerpunkt

Als Ankerpunkt bezeichnet ein Bogenschütze eine Stelle in seinem Gesicht, an der er im Vollauszug seine Bogenhand platziert um einen wiederholbaren, konstanten Schuss zu erreichen. Der Ankerpunkt wird auch als “Referenzpunkt” bezeichnet.

B

Blankschaft

Als Blankschaft wird beim Bogenschießen ein unbefiederter Pfeil bezeichnet.

Blankschaft-Test

Der Blankschaft-Test ist eine Tuning-Methode beim Bogenschießen. Er dient zur Bestimmung der richtigen Nockpunktüberhöhung und zur Abstimmung des Härtegrad (spine) des Pfeils.

Blau

Die von Innen gesehen dritte Wertungsfarbe auf den WA-Hallen- und WA-Freiluft-Zielscheiben (Ringe 5 und 6).

Bogenarm

Der Arm, mit dem ein Bogenschütze den Bogen hält (für Rechtshandschützen der linke Arm, für Linkshandschützen der rechte Arm).

Bogenfenster

Der ausgeschnittene Teil des Mittelstücks auf der Pfeilseite. Es dient dazu, dass der Pfeil den Bogen möglichst nah an der Bogenmitte passieren kann.

Bogenhand

Die Hand, mit dem ein Bogenschütze den Bogen hält (für Rechtshandschützen die linke Hand, für Linkshandschützen die rechte Hand).

Bogenschulter

Die Schulter eines Bogenschützen, die den Bogen beim Spannen stützt (für Rechtshandschützen die linke Schulter, für Linkshandschützen die rechte Schulter).

Bogenschütze

Eine Person, die mit einem Bogen Pfeile schießt.

Bogensehne

Die Schnur zwischen den Wurfarmenden eines Bogens an der der Pfeil befestigt (eingenockt) wird. Sie transportiert beim Auszug die Muskelkraft des Bogenschützen in die Wurfarme und gibt diese beim Lösen auf den Pfeil ab.
Heutzutage fast ausschließlich aus speziellen Kunstfasern hergestellt.
Der englische Name für die Bogensehne lautet “string“.

Bogenwaage

Ein Gerät zum Messen der tatsächlichen Zugkraft des Bogens.
Wird auch Zugwaage oder Zuggewichtwaage genannt.

Broad-Head

Eine Pfeilspitze aus mehreren scharfen Klingen zur Bogenjagd.

C

D

E

F

FITA

Fédération Internationale de Tir à l’Arc;
wurde 2011 in World Archery Federation umbenannt.

G

Gelb

Die erste Wertungsfarbe im Zentrum der WA-Hallen- und WA-Freiluft-Zielscheiben (Ringe 9 und 10) und die innere Wertungsfarbe bei WA-Feldbogenscheiben (Ringe 5 und 6).
Wird von Bogenschützen als “Gold” bezeichnet.

Gold

Die erste Wertungsfarbe im Zentrum der WA-Hallen- und WA-Freiluft-Zielscheiben (Ringe 9 und 10) und die innere Wertungsfarbe bei WA-Feldbogenscheiben (Ringe 5 und 6).

Grain

Eine angloamerikanische, geringe Gewichtseinheit, die traditionell für das Gewicht eines Pfeil und seiner Komponenten verwendet wird.
Ein Gramm entspricht dabei 15,432 358 353 gn (Grain).

Griffschale

Einige Bogenarten verfügen über austauschbare Griffschalen an ihrem Mittelstück. Dadurch haben Bogenschützen die Möglichkeit den Griff an ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Übliche Formen von Griffschalen sind: Low Wrist (niedriges Handgelenk), Medium Wrist (mittleres Handgelenk) und High Wrist (hohes Handgelenk).

Griffstück

Siehe Mittelstück.

H

I

J

K

Kyudo

Eine traditionelle, japanische Art des Bogenschießens.

L

Leitfeder

Als Leitfeder bezeichnet ein Bogenschütze die Feder der Pfeilbefiederung, die sich durch ihre Farbe von den zwei anderen Federn unterscheidet. Die Leitfeder zeigt dem Bogenschützen an, wie der Pfeil auf der Sehne eingenockt werden muss.
Der englische Name für die Leitfeder lautet “cock-feather” oder “index-featcher“.

M

Mittelstück

Moderne Bögen bestehen in der Regel aus einem starren Mittelstück und zwei flexiblen Wurfarmen. Das Mittelstück ist dabei der Teil den der Bogenschütze am Griff oder an der Griffschale anfasst und an dem dann alle weiteren Anbauteile montiert werden.
Das Mittelstück wird häufig auch als Griffstück bezeichnet.
Der englische Name für das Mittelstück lautet “riser“.

N

Nocke

Die gabelförmige Vorrichtung am Ende eines Pfeils, mit dessen Hilfe er auf der Bogensehne befestigt (eingenockt) wird.
Der englische Name für die Nocke lautet “nock“.

Nockpunkt

Eine Markierung an der Bogensehne, an der ein Pfeil befestigt (eingenockt) wird, bevor er geschossen wird. Häufig in Form kleiner Messingklemmringe, verklebten Papierstreifen oder aus verknoteten Garnstücken.
Es gibt auch spezielle Nockpunkte aus Plastik oder Metall, die nur mit dafür bestimmten Nocken verwendet werden können (Beiter-Nockpunkt oder Kugel-Nockpunkt).
Der englische Name für den Nockpunkt lautet “nocking point“.

Nockpunktüberhöhung

Die Nockpunktüberhöhung ist der Abstand der Oberkante des unteren Nockpunktes auf der Sehne zum tatsächlichen 90-Grad-Winkel der Höhe der Pfeilauflage.

O

Over-Draw

Eine Vorricht am Mittelstück eines Bogens, welches es erlaubt die Pfeilauflage näher zur Bogensehne zu montieren um kürzere Pfeile zu verwenden.
Ursprünglich gelegentlich an Compoundbögen verwendet um das Pfeilgewicht (durch kürzere Pfeile) zu reduzieren, heute fast ohne Bedeutung.

P

Pfeil

Das Projektil, dass von einem Bogen verschossen wird.
Der englische Name für den Pfeil lautet “arrow“.

Pfeilanlage

Eine an das Mittelstück des Bogens montierte Vorrichtung zur seitlichen Abstützung des Pfeils.
Die häufigste Form der Pfeilanlage ist ein Button an Recurvebögen oder ein Stück Leder oder Fell an traditionellen Bögen.

Pfeilauflage

Eine an das Mittelstück des Bogens montierte Vorrichtung zur Auflage des Pfeils. Häufig in Form eines dünnen Plastik- oder Metallfingers.
Der englische Name für die Pfeilauflage lautet “arrow rest“.

Q

R

Rot

Die von Innen gesehen zweite Wertungsfarbe auf den WA-Hallen- und WA-Freiluft-Zielscheiben (Ringe 7 und 8).

S

Schießspiel

Bei Schießspielen können die erlernten Fähigkeiten spielerisch umgesetzt und gefestigt werden. Besonders in der Kinder- und Jugendarbeit bieten sich regelmäßige Schießspiele im Training an, da der normale Wettkampf gelegentlich als langweilig angesehen wird.

Schwarz

Die von Innen gesehen vierte Wertungsfarbe auf den WA-Hallen- und WA-Freiluft-Zielscheiben (Ringe 3 und 4) und der äußere Wertungsbereich auf den WA-Feldbogen-Scheiben (Ringe 1 bis 4).

Sehne

Siehe Bogensehne.

Sehnengalgen

Eine Vorrichtung zum Herstellen von Bogensehnen (Endlossehnen).
Der englische Name für den Sehnengalgen lautet “string jig“.

Sehnenörchen

Die Schlaufen an den beiden Enden der Bogensehne, mit denen sie an den Enden der Wurfarme eingehängt wird. Traditionell werden die beiden Sehnenörchen in unterschiedlicher Größe hergestellt. Das kleinere Sehnenörchen gehört dabei an den unteren Wurfarm, das größere Sehnenörchen gehört an den oberen Wurfarm.

Stabilisator

Ein Stabilisator (engl. “Stabiliser”), auch Stabilisation genannt, ist beim Bogenschießen eine technische Bogenausstattung, die den Schwerpunkt des Bogens in einer oder mehreren Ebenen verändert, das Trägheitsmoment des Bogens positiv beeinflusst und die Schwingungen beim Pfeil-Abschuss dämpft.

Standhöhe

Unter der Standhöhe eines Bogens versteht man den Abstand der Sehne zum tiefsten Punkt des Griffstücks oder der Pfeilauflage.
Die Standhöhe wird beim gespannten Bogen im rechten Winkel zur Sehne gemessen.
Der englische Name für die Standhöhe lautet “brace hight“.

Stützseite

Die Körperseite eines Bogenschützen, die den Bogen beim Spannen stützt. Die Stützseite besteht aus der Bogenhand, dem Bogenarm, der Bogenschulter sowie der jeweiligen Körperhälfte (für Rechtshandschützen die linke Seite, für Linkshandschützen die rechte Seite).

T

Tiller

Der Tiller ist ein Maß für die unterschiedliche Zugkraft des oberen und des unteren Wurfarms. Dazu wird am gespannten Bogen im rechten Winkel der Abstand der Sehne zur oberen Wurfarmaufnahme und der Abstand der Sehne zur unteren Wurfarmaufnahme gemessen und die Differenz aus oberem Tiller und unterem Tiller genommen. Olympische Recurvebögen verfügen oft über einen Tiller von 0 bis 9 mm. Als Startwert wird häufig ein Tiller von 4 mm verwendet oder der Wert für den Tiller wird mit der Nockpunktüberhöhung gleich gesetzt.

U

V

W

Weiß

Die äußere Wertungsfarbe auf den WA-Hallen- und WA-Freiluft-Zielscheiben (Ringe 1 und 2).

World Archery

Internationaler Dachverband des Bogensports. (Bis 2011 bekannt als FITA – Fédération Internationale de Tir à l’Arc.)
Weitere Informationen bei Wikipedia.

Wurfarm

Die flexiblen Teile des Bogens, die am Mittelstück befestigt werden und an deren Enden die Bogensehne befestigt wird.
Die Wurfarme speichern die Energie beim Auszug des Bogens und geben diese beim Lösen auf den Pfeil ab.
Der englische Name für den Wurfarm lautet “limb“.

Wurfarmaufnahme

Moderne Bögen bestehen oft aus einem starren Mittelstück und zwei flexiblen Wurfarmen. Die Wurfarme werden dann mittels eines Stecksystems oder einer Halteschraube mit dem Mittelstück verbunden. Häufig wird hier auch von Wurfarmtasche gesprochen. Die üblichsten Arten der Wurfarmaufnahme sind ILF (International Limb Fittings), diese sind herstellerübergreifend. Zusätzlich haben viele Hersteller auch ein eigenes System, dass speziell auf seine Mittelstücke und Wurfarme abgestimmt ist.
Der englische Name für die Wurfarmaufnahme lautet “limb pocket“.

Wurfarmtasche

Siehe Wurfarmaufnahme.

X

Y

Z

Zugarm

Der Arm, mit dem ein Bogenschütze die Sehne zieht (für Rechtshandschützen der rechte Arm, für Linkshandschützen der linke Arm).

Zuggewicht

Die Kraft, die ein Bogenschütze überwinden muss um die Sehne des Bogens auszuziehen. Das Zuggewicht wird international in britischen Pfund gemessen.
(1 Pfund (1 Pound, 1 lb) = 0,453 592 37 Kilogramm)
Der englische Name für das Zuggewicht lautet “draw weight“.

Zughand

Die Hand, mit dem ein Bogenschütze die Sehne zieht (für Rechtshandschützen die rechte Hand, für Linkshandschützen die linke Hand).

Zugseite

Die Körperseite eines Bogenschützen, die die Sehne beim Spannen des Bogens zieht. Die Zugseite besteht aus der Zughand, dem Zugarm, der Zugschulter sowie der jeweiligen Körperhälfte (für Rechtshandschützen die rechte Seite, für Linkshandschützen die linke Seite).

Zugwaage

Ein Gerät zum Messen der tatsächlichen Zugkraft des Bogens.
Wird auch Bogenwaage oder Zuggewichtwaage genannt.

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